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Nachdem sich Sum 41 in ihre unbefristeten Betriebsferien verabschiedet haben, gelten Billy Talent für viele als Kanadas neue Poppunk-Hoffung – zu Recht, wie der neue Longplayer „II“ beweist.
Der als Single ausgekoppelte Song „Devil in a midnight mass“ leitet eine Platte ein, die zu der raren Sorte der Tonträger gehört, die jegliches Zapping
überflüssig machen.
Hierbei sind die Lieder keineswegs heterogen, der erwähnte Introsong und das darauffolgende Stück „Red Flag“, welches im September als nächste Single veröffentlicht wird, sprechen eher die Fraktion der Headbanger an, während man gewisse Emo-Einflüsse bei „Surrender“ oder „Pins and Needles“ nicht verleugnen kann.
Trotz oder gerade wegen dieser verschiedenen Spielarten dessen, was man im weitesten Sinne als „Rock“ bezeichnen könnte, ist das Album eine klassische Poppunkplatte, die ebenso gut auf Epitaph oder Fatwreck hätte veröffentlicht werden können. Billy Talent verzichten auf größere musikalische Experimente und künstlerischen Anspruch – und haben trotzdem einen großartigen und keineswegs langweiligen Release hingelegt.
Philip Aubreville
Dieser Artikel wurde bereits in „Szene“, dem Jugendmagazin der Grafschafter Nachrichten veröffentlicht.
Schlagworte: Alternative Rock, Billy Talent, II, Punk, Punkrock, Red Flag, Review, Rezension