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Ja ja, Liveaufnahmen und Punk – da könnte man jetzt selbstverständlich auf Slime in Pankenhallen verweisen oder auf die Terrorgruppe und ihre Blechdose. Das wäre hiermit getan!
Zwischen diesen beiden Alben, die von Musikhistorikern gerne mit Etiketten wie Meilenstein beklebt werden, erschien 1991 eine weniger beachtete “Livemitschneidung” (A. Kurth/ Wizo) von der Pforzheimer Band The Lennons. Der Nachteil: Livemitschnitte waren in den 90ern genauso miserabel wie sie es heute auch noch sind; und wenn es sich nicht grad um Bands wie Tokio Hotel handelt, bestehen ja sogar bei Bands wie den “Prog-Punkern” Angels and Airwaves qualitative Unterschiede zwischen Live- und Studiovariante eines Songs.
Der Vorteil: Auf “Lebendig gefressen” sind alle Smasher versammelt, die zwischen 1981 (Bandgründung) und 1991 (Release, s.o. du Schulschwänzer) geschrieben, eingespielt und aufgenommen wurden. Oder nur einzelne dieser Aspekte.
Das ich in die Lennons verliebt bin, hatte ich ja schon erwähnt und auch hier geht mir einer ab: Der König ist tot z.B. ist ein verdammt geiler Song, andere wie “Gewalt auf Video” kennt man zwar evtl. schon von den zuvor veröffentlichten Singles – als Livevariante rocken die Dinger aber auch gewaltig.
Wer also auf Livealben steht oder seiner dahingehende Defloration erleben möchte, sollte sich vertrauensvoll an diese Platte wenden. Oder den entsprechenden Dealer, falls er/sie/es NICHT objektophil ist.
Philip Aubreville
Schlagworte: Die Lennons, Lebendig gefressen, Lennons, Punk, Punkrock, Review, Rezension, The Lennons